Man ist zu einer Hochzeit eingeladen. Die Tage vorher sind von der Frage Was ziehe ich an? geprägt. Der Spiegel ist das ständige Gegenüber. Der Ehepartner, die Familie und Freunde sind Berater. Alles im Schrank wird ausgeräumt, angezogen, miteinander kombiniert. Wenn alles nichts hilft und der Kontostand es erlaubt, geht man noch groß einkaufen und lässt sich vor Ort beraten.

Auch als Christ bekomme ich neue Kleider. Sie sind weiß (Offb 3,4.18; 4,4), rein gewaschen nicht durch einen besonderen Waschgang, sondern durch das Blut des Lammes (Offb 7,14). Hier wird bildhaft beschrieben, was in Wirklichkeit passiert ist. Jeder, der an Jesus glaubt, hat Vergebung von der einen Menschen beherrschenden Sünde (Röm 6,6; 8,2). Er ist durch Jesu Vergebung am Kreuz reingewaschen. Er hat nun Anteil an diesem neuen ewigen Leben, das er durch den auferstandenen Herrn erhält. Das geschieht am Tag meiner Bekehrung.

Doch was ist danach? Was ist jetzt, in der Zeit, in der ich als Christ auf dieser Welt lebe? Es ist ein ständiger Prozess, des Ablegens des alten Lebens und des Anziehens des neuen Lebens in Christus.Wir nennen diesen Prozess auch Heiligung. Es ist ein bis zum Ende durchhalten (Hebr 12,1).

Die Sünde will uns, wie eine Schlingpflanze, beherrschen. Zunächst kommt diese Umklammerung als harmloses, beherrschbares Etwas daher. Später wächst es zu einer Begierde heran, die uns nicht mehr loslässt. Die Gefahr besteht, dass ich der Versuchung nachgebe und sündige. Ich falle und fühle mich schlecht. Gut, dass wir jederzeit zu Jesus kommen können, um Vergebung zu erhalten. Wir können in dieser Gewissheit weiterleben: Ich bin reingewaschen! Wir leben alle aus dieser Vergebung.

Auch wenn diese Versuchungen uns bis zum Lebensende zum Sündigen verleiten, will Paulus trotzdem eine positive Veränderung in diesem Heiligungsprozess sehen. Deshalb sagt er:

Zieht vielmehr den Herrn Jesus Christus an, und tut nichts mehr von dem, was eure Begierden erweckt!

Die Bibel. (NeÜ)

Das Ablegen des alten Menschen, sollte das Anziehen des neuen Menschen in Jesus zur Folge haben. Wie das praktisch aussehen kann? Lasst uns ein Leben führen, wie es zum hellen Tag passt, ein Leben ohne Fress- und Saufgelage, ohne Bettgeschichten und Sexorgien, ohne Streit und Rechthaberei! (Röm 13,13)