Heiner war lange Zeit mein Kollege an der Klostermühle. Viele Jahrzehnte investierte er in diese christliche Arbeit, verzichtete auf viel und nahm vieles in Kauf. Er arbeitete viele Stunden. Er lebte die ganze Zeit auf dem Gelände, und hörte oft nachts die Konfirmanden, Bibelschüler und Gäste unter ihm. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass er in seinem Ruhestand ein kleines Häuschen zu einer günstigen Miete angeboten bekam. Es ist nicht weit von der Klostermühle entfernt. So kann er jederzeit einen Besuch machen, und stellt seine Expertise auch gerne noch dieser Arbeit zu Verfügung. Und das Häuschen hat sogar einen Wintergarten mit Blick auf das Kloster Arnstein, das Wahrzeichen des Ortes.
Auch Josua durfte Gottes Segen erleben. Er hatte auch sein ganzes Leben in die Sache Gottes investiert. Zuerst war er ein Knecht Moses (Ex 24,13; 33,11), des Anführers des Gottesvolkes, später wurde er selbst zum Anführer berufen (Dtn 31,23; Jos 1,1-2). Das war anstrengend und belastend. So manche Warum-Frage hat ihn geplagt (Jos 7,7; 9,22). Mancher Kampf wurde erfolgreich bestritten (Ex 17,13). Manche Niederlage war zu verkraften (Jos 7,5-6). Oft erfüllte ihn Angst (Jos 1,6-7.9). Was für eine große Verantwortung und Aufgabe!
Es ist so tröstlich zu wissen, dass Gott alles sieht, auch die Tränen (Offb 21,4), Traurigkeit, Schmerzen (Röm 1,2), und dass er all dies großzügig und überreich mit seinem Sorgen und Segen belohnt (Mal 3,10; Mt 6,33, Kol 2,9-10). So bekam auch Josua seine eigene Stadt.
Auf Anweisung Jahwes gaben sie ihm die Stadt, die er wollte. Es war Timnat-Serach im Gebirge Efraïm. Er baute die Stadt aus und ließ sich dort nieder.
Die Bibel. (NeÜ)
Josua hat diese Stadt nicht für sich reklamiert oder beansprucht, sondern Gott selbst hat dies angewiesen. Er sah die Mühen und den Einsatz Josuas und beschenkte ihn reichlich. Die Redewendung trifft auch auf Gott zu: Gott lässt sich nicht lumpen! Er ist großzügig, gut, voller Segen. Er liebt seine Kinder und tut alles für sie.
Es geht nicht um ein Wohlstandsevangelium, dass Gott will das alle Christen reich, gesund und erfolgreich seien. Aber es geht um die Liebe des himmlischen Vaters für seine Kinder. Diese Liebe hinterlässt manchmal unmittelbare Segenspuren, siehe Heiner.
