Jährlich habe ich sehr viele Predigt- und Lehrdienste bei Gottesdiensten, Gemeindewochenenden, Bibelabende, Freizeiten und Bibelschulen. Außerdem schreibe ich viele Andachten für BibleBites. Wie leicht fällt es da, sein eigenes Vermögen und Tun in den Mittelpunkt zu stellen. Aber was ist mit den treuen Menschen, die im Hintergrund für meine Dienste beten? Ist ihre Arbeit nicht viel wichtiger?

Josua und die Soldaten Israels führten eine heftigen Verteidungskampf gegen die Amalekiter (Ex 17,8). Die Schlacht war heftig, es ging hin und her. Einmal hatten die Amalekiter die Oberhand, dann wieder die Israeliten. Letztendlich siegte Josuaund die Israeliten. Was war sein Erfolgsrezept? Hatte er besser ausgebildete und mehr Soldaten zur Verfügung? Hatte er die bessere Taktik, das bessere Durchhaltevermögen, das Momentum auf seiner Seite oder einfach mehr Glück?

Den entscheidenden Unterschied machte ein Mann, der gar nicht an der eigentlichen Kampfhandlung teilnahm, sondern scheinbar unbeteiligt sich auf eine Anhöhe zurückzog. Es war Mose, der eigentliche Anführer des Volkes. Er betete zu Gott, angedeutet durch die zum Himmel erhobenen Hände mit dem Stab Gottes in der Hand (Ex 17,9).

Solange Mose seine Hand erhob, hatte Israel die Oberhand. Wenn er seine Hand sinken ließ, waren die Amalekiter überlegen.

Die Bibel. (NeÜ)

Das Erfolgsrezept waren die erhobenen Hände. Auch das war anstrengend. Immer wieder ließ er die Hände sinken, hörte sozusagen auf zu beten. Die Folge war, dass die Amalekiter im tobenden Kampf die Oberhand gewannen. Aber Mose erhielt Gebetsunterstützung in Form von Aaron und Hur. Sie stützen seine Arme. Sie unterstützen ihn. Dadurch waren seine Arme gen Himmel gerichtet und Josua gewann den Kampf!

War es Mose, der den Unterschied machte? Jein. Ja, er war es, der betete. Es war auf diese Weise, dass Josua das Heer der Amalekiter mit dem Schwert besiegen konnte (Ex 17,13 | NeÜ). Nein, er war es nicht allein. Aaron und Hur halfen ihm. Auch Josua und die Soldaten stellten sich im Kampf zur Verfügung. Letztendlich war es Gott, der den Sieg schenkte (Ex 17,16).

So bleibt es ein Zusammenspiel von Christen, die an der Front treu ihren Dienst tun und von Betern, die im Hintergrund den anderen den Rücken stärken. Aber letztendlich ist es Gott, der den Sieg schenkt.