Pläne sind in unserem Leben allgegenwärtig: Bauplan, Fahrplan, Notplan, Ablaufplan, Diätplan, Lageplan und viele Pläne mehr. Wir haben verschiedene Lebenspläne oder Lebensziele. Auch die Psalmen reden von Plänen, von den eigenen Plänen.

Doch sie werden sagen: Daraus wird nichts! Wir verfolgen lieber unsere eigenen Pläne. Ein jeder tut, was ihm in den Sinn kommt, was seinem bösen Herzen gefällt.

Die Bibel. (BB)

Pläne an sich sind nicht zu verurteilen. Gott prangert die eigenen Pläne an. Sein Volk fragt nicht nach ihm. Sie verfolgen lieber die eigenen Pläne. Keine Rücksprache mit Gott. Keine Meinung von ihm einholen, geschweige denn das tun, was seinPlan ist.

Das ging schon im Garten Eden los, dass der Mensch lieber seinen eigenen Plan durchsetzte. In der Zeit der Richter erleben wir, was es praktisch heißt, seine eigenen Pläne durchzusetzen und nicht auf Gott zu hören. Verfall, Mord und Totschlag, Fremdherrschaft und Götzendienst waren nur einige der Auswirkungen vom Folgen der eigenen Pläne. Das Buch Richter endet mit diesem Satz, der des Volkes gut zusammenfasst: jeder tat, was ihn recht dünkte (Ri 21,25). Ein paar Jahrhunderte später hatte sich nichts grundlegend verändert. Gottes Feststellung: Ein jeder tut, was ihm in den Sinn kommt.

Warum empfindet Gott es als schlimm, den eigenen Plänen nachzufolgen? Hat er uns nicht extra einen Verstand gegeben, den wir benutzen und mit dem wir unsere Pläne treffen sollen? Wo liegt das Problem? Die Antwort liefert uns dieser Vers: Ein jeder tut … was seinem bösen Herzen gefällt. Unser Herz ist böse, da können uns Philosophen und Gutmenschen einreden, was sie wollen. Der Mensch ohne Gott ist böse. Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf (Gen 8,21), so lautet Gottes vernichtendes Urteil über den Menschen.

Und weil unser Herz böse ist, sind auch unsere Pläne böse. Aus einem bösen Herzen können keine guten Pläne kommen. Ja, einzelne Menschen können hier und dort gute Pläne haben, aber generell sind die Pläne der Menschheit böse. Ein Blick in unsere Welt genügt.

Gott, der uns geschaffen hat, möchte, dass wir nach seinen Plänen leben. Er allein ist gut (Mk 10,18; Lk 18,19). Er allein hat gute Pläne für die Menschen. Ich sollte deshalb auf seine Pläne achten und sie befolgen.