Da liegst du gemütlich in der Sommerwiese, hast den Duft der Blumen in der Nase, fühlst die wärmende Sonne auf deiner Haut und schaust gen Himmel. Du verfolgst ein paar Schäfchen-Wolken, die am Himmel vorbeiziehen. Ebenso ziehen deine Gedanken in deinem Kopf vorbei: Was wird morgen sein? Was habe ich für Träume und Vorstellungen von der Zukunft? Passend zum Wetter und der entspannenden Lage, malst du dir die Zukunft entsprechend rosig aus.
In diesem Abschnitt in Jes 19,16-25 lesen wir sechsmal: Zu der Zeit. Gott gibt einen Blick in die Zukunft, und lässt Jesaja die Zukunft an sich vorbeiziehen. In all der schwierigen Lage, in der sich Israel befindet, redet Gott.
Der HERR Zebaot segnet sie mit den Worten: »Gesegnet ist Ägypten, mein Volk. Gesegnet ist Assyrien, das ich mit eigener Hand geschaffen habe. Gesegnet ist Israel, mein Eigentum!«
Die Bibel. (BB)
In der Gottes Zukunft werden Feinde Freunde sein. Ägypten und Assyrien haben bei Gott eine rosige Zukunft. Sie werden zusammen mit Israel gesegnet. Das müsse wir uns mal vorstellen. Israel war 400 Jahre lang in Sklaverei in Ägypten. Gottes Volk, das Nordreich Israel, wurde von den Assyrern besiegt. Und jetzt, werden alle drei von Gott gesegnet. Der HERR wird den Ägyptern bekannt werden (Jes 19,21), sie werden sich bekehren zum HERRN (Jes 19,22).
Wenn man ein bisschen länger darüber nachdenkt, haben wir dasselbe im Neuen Testament. Da ist Paulus, ein vehementer Widersacher und Verfolger der Christen. Er ließ Christen gefangen nehmen und hatte Freude an ihrem Tod (Apg 8,1-3; 9,1) Gott verwandelte ihn in einen glühender Jesus-Verkündiger!
Und so wird es auch zu der Zeit (Jes 19,16.18-9.21.23-24) sein. Es werden die Feinde Gottes und die Verfolger seines Volkes kommen, und werden eine Beziehung zu Jesus haben. Ägypten und Assyrien (heutiger Nordirak und Syrien) werden vom HERRN gesegnet. Und damit werden Feinde zu Freunden.
Das gilt auch für Jesus, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft (Eph 2,14). In diesem Abschnitt geht es um den Frieden, den Jesus zwischen Juden und Heiden schafft. Er bricht das Trennende ein. Juden und Heiden können von Gott Gesegnete sein. Eine rosige Zukunft liegt vor uns. Freuen wir uns darauf.