In der Bundeswehr habe ich Befehle empfangen, die ich auszuführen hatte. Ein Ich will nicht oder ein Aber wurde nicht akzeptiert. Man wagte es gar nicht, einem Befehl zu widersprechen. Auch in einem Angestelltenverhältnis bekommen wir von unserem Chef Anweisungen. Wenn diese unserem Arbeitsauftrag entsprechen, haben wir den AnweisungenFolge zu leisten und müssen sie umsetzen.
Gott hatte seinem Volk Israel beides gegeben, Befehle und Anweisungen.
Gib den Israeliten folgenden Befehl: Sie sollen jeden aus dem Lager fortschicken, der Aussatz hat oder an einem Ausfluss leidet. Außerdem sollen sie jeden wegschicken, der einen Toten berührt hat und als unrein gilt.
Die Bibel. (BB)
In der BasisBibel kommt im Buch Numeri das Wort Befehl und Anweisung zusammen 46-mal vor. Es wird deutlich, dass Gott bestimmte Vorstellungen hatte, wie das Volk Israel als sein Volk zu leben hatte. Er war Gott. Im Bundeswehr-Deutsch würde das heißen, er war der Vorgesetzte, in der Firmensprache, er war der Chef.
Aber das Volk widersetzte sich seinen Befehlen und Anweisungen immer wieder. Sie erlebten nicht nur die Konsequenzen davon, wie zum Beispiel die Babylonische Gefangenschaft (2 Chr 36,16-19). Sie waren auch keine guten Repräsentanten ihres Gottes. Sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte (2 Chr 36,16). Was dachten wohl die anderen Nationen darüber? Kann man so mit seinem Gott umgehen? Was ist das für ein Gott, der sich so etwas gefallen lässt? Wenn schon die eigenen Leute ihrem Gott nicht nachfolgen, warum sollte ich dann diesem Gott nachfolgen?
Bin ich mir bewusst, dass wenn ich die Befehle und Anweisungen Gottes missachte, ich nicht nur mir selbst schade, sondern auch dem Ansehen Gottes? Mose spricht mit Gott darüber, als das Volk mal wieder ungehorsam ist und Gott sie deswegen ausrotten möchte. Würdest du nun dies Volk töten wie einen Mann, so würden die Völker, die solch ein Gerücht über dich hören, sagen: Der HERR vermochte es nicht, dies Volk in das Land zu bringen, das er ihnen zu geben geschworen hatte (Num 14,15-16).
Ich will ihn ehren, so leben, wie er es will. Das geschieht aber nicht nur im Singen von Anbetungs- und Lobpreisliedern, sondern im vertrauensvollen Gehorsam seinen Befehlen und Anweisungen gegenüber. Bemerkt mein Gegenüber, dass Jesus mich regiert?