Gott, was soll das? Es gibt Situationen, in denen wir Gottes Handeln nicht verstehen. Wir können und sollen auch nicht jedes Detail verstehen. Aber manchmal gibt es eine ganz einfache Erklärung dafür.
Josua lag am Boden. Wortwörtlich (Jos 7,6). Da hatte ihm Gott den Auftrag gegeben, das verheißene Land einzunehmen. Der Anfang lief auch super. Gott hatte den Jordan gestaut, sodass Jung und Alt hindurchziehen konnten (Jos 3,17). Jericho, war besiegt und eingenommen (Jos 6,20). Beides, das war auch Josua klar, war dem übernatürlichen Eingreifen Gottes zu verdanken. Anders wäre das nicht möglich gewesen.
Doch was war jetzt los? 36 Soldaten tot (Jos 7,5). Die Kleinstadt Ai wehrte sich erfolgreich gegen den Angriff Israels und hatte das Vordringen zu einem jähen Halt gebracht. Warum das denn?
Israel hat eine schwere Sünde begangen. Das Volk hat sich nicht an den Bund gehalten, den ich mit ihnen geschlossen habe. Vielmehr haben sie sich etwas von dem genommen, was dem Untergang geweiht war. Sie haben gestohlen und das Gestohlene versteckt, sie haben es heimlich zu ihren eigenen Sachen gelegt.
Die Bibel. (BB)
Israel hatte eine große Niederlage erlitten, weil es eine schwere Sünde begangen hatte. Das war der Grund. Es war eigentlich die Sünde eines Einzelnen und doch litt das ganze Volk darunter. Achan hatte einige Wertsachen aus Jericho mitgehen lassen, obwohl Gott dies verboten hatte und von Josua klar kommuniziert wurde (Jos 6,18-19). Dafür mussten jetzt alle büßen! 36 Familien trauerten um ihre gefallenen Ehemänner und Väter. Sie hatten nichts von Achans Sünde gewusst und trotzdem waren sie die Leidtragenden! Nicht nur sie, das ganze Volk Israel, dessen Anführer Josua und sogar Gott selbst waren Leidtragende (Jos 7,3-9). Also, warum lässt Gott das zu?
In diesem Fall war es die Sünde, die zur Niederlage führte! Achan, als einer vom Volk, hatte eine schwere Sünde begangen, wörtlich das Ziel verfehlt. Er dachte, dass niemand dies bemerken würde. Tatsächlich hatte es keiner bemerkt außer einem: Gott. Er kann Sünde nicht durchgehen lassen. Es widerspricht seinem Wesen, seinem Charakter. Er muss es bestrafen. So ernst nimmt er Sünde. Gut, dass Jesus meine Sünde stellvertretend auf sich nahm (Mt 8,17). Gott hat in Jesus einen Weg geschaffen, dass ich leben kann.