Gut gemeint und schlecht gemacht, oberflächlich ausgedacht ist so vieles. Es verdorrt ohne dein Wort. So lautet die erste Strophe von Theo Lehmanns Lied: Dass dein Wort in meinem Herzen starke Wurzeln schlägt.
So war es auch bei den Freunden des Hiob. Aber er musste ihnen sagen:
Ihr wollt Gott verteidigen. Dürft ihr deshalb die Unwahrheit reden und zu seinen Gunsten Lügen auftischen?
Die Bibel. (BB)
Sie hatten es doch gut gemeint. Sie wollten Gott verteidigen, sich für ihn einsetzen. Leider haben sie dabei Gottes Wahrheit in Unwahrheit verwandelt. Sie haben für Gott Lügen aufgetischt! Ein harter Vorwurf, der aber später durch Gott selbst bestätigt wurde (Ijob 42,7).
Sie hatten ihre Vorstellungen, wie Gott war. Sie hatten ihre Theologie, ihre Lehre von Gott. Gott hatte dann so zu sein, wie sie es dachten. Aber Gott macht ihnen klar: So bin ich nicht und was ihr über mich sagt, stimmt nicht!
Das muss auch eine Warnung für uns sein. Vieles, was die Menschen über Gott sagen, stimmt einfach nicht. Das gilt aber nicht nur für Nichtchristen, sondern auch für Christen. Manchmal pressen wir Gott und seine Wahrheit in unsere Vorstellungen hinein. Wir machen Gott passend. So, dass es uns passt. Wir sind dann die letzte Autorität, die bestimmt, wie Gott ist und wie er zu sein hat. Das ist gefährlich und falsch. Gott ist die letzte Autorität. Er allein bestimmt, wie er ist, was richtig und falsch ist. Nicht wir.
Auch wenn wir das nicht absichtlich machen wollen, wie sollen wir dann die Wahrheit von der Lüge unterscheiden? Zunächst einmal lese ich sein Wort, die Bibel. Prüft aber alles und das Gute behaltet (1 Thess 5,21) muss mein Grundsatz sein. Wie prüfen wir? Anhand der Bibel. Außerdem muss ich seriös an die Auslegung der Bibel herangehen. Was heißt das? Ich benütze wichtige Grundsätze der Schriftauslegung, um nicht Gefahr zu laufen, aus Gottes Wahrheit eine Lüge zu machen. Ein gerne gebrauchtes, aber negatives Beispiel ist, dass ich Bibelverse aus dem Zusammenhang reiße. Oder ich beachte nicht den historischen und kulturellen Zusammenhang.
Über allem steht aber, dass ich mich vom Heiligen Geist in aller Wahrheit leiten lasse (Ps 25,5; Joh 16,13). Ich mache mich bewusst von ihm abhängig.
