Christen werden weltweit verfolgt und es geschieht genau das Gegenteil von dem, was beabsichtigt wird. Die Zahl der Christen wächst! Dieses Prinzip ist nicht neu.
Die frommen Juden verfolgten die Gemeinde und die ersten Christen. Stephanus wird gesteinigt (Apg 7,59-60). Aber anstatt den christlichen Glauben zu unterdrücken, predigen die geflüchteten Gemeindeglieder von Jerusalem das Wort Gott wo auch immer sie hinkommen (Apg 8,1.4; 11,19-21).
Es waren aber nicht nur die Juden, die die Christen verfolgten, gefangen nahmen und umbrachten, sondern auch die Römer. Lange bevor sich die Christenverfolgung unter dem Kaiser Nero in Rom ausbreitete, wurden schon längst Christen von den lokalen römischen Königen in Judäa verfolgt.
Ein Beispiel war der Herodes Agrippa I., König der römischen Provinz Syria Palaestina. Er verfolgte die Gemeinde (Apg 12,1), ließ den Jünger Jakobus, den Bruder von Johannes, enthaupten (Apg 12,2) und nahm Petrus fest, um auch ihn umzubringen (Apg 12,3-4). Aber Petrus wurde durch das übernatürlich Eingreifen Gottes befreit. In Agrippas Drang, immer mehr Christen gefangen zu nehmen und sie umzubringen, geschieht genau das Gegenteil. Die Zahl der Gläubigen wächst!
Immer mehr Menschen hörten das Wort Gottes und kamen zum Glauben.
Die Bibel. (NeÜ)
Das ist ein Prinzip, das sich auch im Alten Testament immer wieder bestätigt hat. Als das Volk der Hebräer in Ägypten immer größer wurde (Ex 1,7), sah der damalige Pharao dies als potenzielle Bedrohung für sein Land an (Ex 1,9-10). Er versuchte es mit Widerstand. Irgendwie musste sich das Problem doch in den Griff bekommen lassen. Egal was er auch versuche, Sklaverei (Ex 1,11-14) oder Mord an den männlichen Erstgeburten (Ex 1,15—22), er konnte nicht verhindern, dass Volk immer mehr wuchs (Ex 1,12) und Mose, der von Gott auserwählte Befreier geboren wurde (Ex 2,1-4). Mehr noch, er wuchs sogar am Hof des Pharaos auch, genoss das beste Leben, die beste Ausbildung die größten Vorteile (Ex 2,5-10). Gott hatte ihn bewusst in der Höhle des Löwen platziert.
Und Jesus macht uns Mut, wenn die Verfolgung der Christen immer mehr stattfinden sollte. Sein Geist wird in uns wirken, uns die richtigen Worte schenken, wenn wir uns vor Machthabern verteidigen müssen (Mk13,9-13). Wir dürfen gewiss sein, wir stehen auf der Siegerseite (Lk 21,19).
