Bei den Olympischen Spielen kommt es vor, dass ein absoluter Außenseiter die Goldmedaille gewinnt. Das wird dann zurecht eine Überraschung genannt.
Im Neuen Testament gibt es auch eine echte Überraschung. Absolute Außenseiter, zumindest in den Augen jüdischer Christen, kamen zum Glauben. Der römische Hauptmann Kornelius und viele Anwesende in seinem Hause hatten ihr Leben Jesus anvertraut (Apg 10,44). Sie fingen an, Gott in einer nicht gelernten Sprache, zu loben (Apg 10,46). Es war eine göttliche Sprache, eine Sprache, die auf dieser Welt nirgendwo gesprochen wird. Sie wird auch Zungenrede genannt (siehe Luther-Übersetzung von Apg 10,46). Es war ein eindeutiges, hörbares Zeichen, dass ein Mensch gläubig wurde, denn jeder, der glaubt, bekommt den Heiligen Geist (Apg 2,38).
Dass nichtjüdische Menschen gläubig werden konnten, war für die Juden eine große Überraschung. Das hatten sie niemals für möglich gehalten. Ihr Erstaunen ergibt dann Sinn.
Die Gläubigen jüdischer Herkunft, die mit Petrus gekommen waren, konnten es kaum fassen, dass die Gabe des Heiligen Geistes auch nichtjüdischen Menschen geschenkt worden war.
Die Bibel. (NeÜ)
Als Petrus zu Kornelius ging, hatte er zuvor eine göttliche Vision, die ihm klar machte, dass Gott auch scheinbar Unreines rein machen kann. Er wusste, dass Gott ihn zu Kornelius, einem waschechten Heiden, gesandt hatte. Er ahnte auch, dass Gott etwas Überraschendes tun würde, deshalb nahm er vorsichtshalber sechs jüdische Gläubige als Zeugen mit (Apg 11,12).
Und tatsächlich: Nichtjuden können Christen werden. Was für uns heute normal ist, war für die Juden eine Sensation. Heiden waren in ihren Augen absolute Außenseiter. Sie gehörten nicht der von Gott auserwählten Nation Israel an. Der Messias kam nicht aus ihren Reihen, sondern war jüdischer Abstammung. Außenseiter können gläubig werden. Das musste auch ein Petrus lernen (Apg 10,46-47).
Fühlst du dich als Außenseiter? Dann hat die Bibel eine gute Nachricht für dich. Jeder, wirklich jeder, kann durch Jesus Gemeinschaft mit Gott haben. Bei ihm spielen weder deine Vergangenheit, Herkunft, Bildung noch dein Aussehen oder Ansehen eine Rolle. Er will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1 Tim 2,4). In der Bibel finden wir viele Beispiele von Menschen, die eine verkorkste Vergangenheit hatten, und doch die Umkehr schafften. Bei Gott gibt es keine Außenseiter!
