Manchmal scheinen Menschen wie ausgewechselt. Nach der Geburt des ersten Kindes wird die nur auf ihre eigene Karriere ausgerichtete Frau plötzlich zu einer fürsorglichen Mutter. Der Kotzbrocken wird durch das Kennenlernen seiner Traumfrau plötzlich zum einfühlsamen Kümmerer.

Die Jünger Jesu waren nach dessen Auferstehung und Himmelfahrt auch wie ausgewechselt. Von Petrus wissen wir, dass er sich dreimal deutlich von Jesus distanzierte (Mk 14,66-72). Nach Jesu Auferstehung und Himmelfahrt, und nachdem er den Heiligen Geist empfangen hatte, predigte er offen und couragiert von und über Jesus (Apg 2,14-36). Er war sogar bereit, für diesen Jesus zu leiden (1 Petr 4,12-14). Er war wie ausgewechselt. Alle Jünger waren wie ausgewechselt.

Sie aber gingen überall hin und predigten die gute Botschaft. Der Herr wirkte durch sie und bestätigte ihr Wort durch wunderbare Zeichen.

Die Bibel. (NeÜ)

Bei Jesu Kreuzigung standen die meisten Jünger von ferne (Lk 23,49). Danach schlossen sie sich ein, weil sie Angst vor den Juden hatten (Joh 20,19). Sie waren resigniert, frustriert, und gingen in ihr altes Leben zurück (Joh 21,3). Da war nichts übrig geblieben von der Begeisterung, die sie drei Jahre lang zu Jesus hingezogen hatte. Und jetzt?

Sie gingen überall hin und predigten die gute Botschaft. Sie waren wie ausgewechselt. Warum? Sie hatten mehrmals den auferstandenen Jesus gesehen. Sie hatten ihn nicht nur gesehen, sondern Jesus auch gehört und betastet (1 Joh 1,1.3). Die Jünger konnten bezeugen: Jesus lebt (Apg 2,32; 3,15).

Wenn ein Mensch sich Jesus zuwendet, auf ihn hört und sein Wirken in seinem Leben erlebt, ist er wie ausgewechselt! Es stimmt, was in 2 Kor 5,17 (NLB) steht: Wer mit Christus lebt, wird ein neuer Mensch. Er ist nicht mehr derselbe, denn sein altes Leben ist vorbei. Ein neues Leben hat begonnen!

Außerbiblische Quellen berichten, dass viele Jünger den Märtyrertod starben. Petrus soll, zum Beispiel, in Rom gekreuzigt worden sein. Von Jakobus, dem Bruder des Johannes, wird uns sogar in der Bibel selbst von seiner Hinrichtung berichtet (Apg 12,1-2).

Wie wird diese Veränderung in meinem Leben sichtbar? Erkennen andere, dass ich wie ausgewechselt bin? Erzähle ich anderen begeistert davon, was Jesus in meinem Leben für einen entscheidenden Unterschied macht? Darf Jesus durch mein Leben wirken?