Finishing well. Das Leben als Christ gut zu Ende bringen, das ist mir ein wichtiges Anliegen. Viele haben ihren Lauf mit Jesus so gut begonnen, aber diesen nicht zu Ende gebracht. Ich kenne Menschen, die nichts mehr von Jesus wissen wollen, obwohl sie sich vor Jahren zu einem Leben mit ihm entschieden haben. Es steht mir nicht zu sie zu verurteilen, aber es macht mich traurig, dass sie sich von Jesus scheinbar abgewendet haben.
Saul hatte so gut begonnen. Er zog zu Beginn seiner Regentschaft mit Samuel, dem Mann Gottes, gemeinsam in den Kampf (1 Sam 11,7). Gott segnete ihn mit Erfolg (1 Sam 11,11). Selbst Samuel war begeistert, ebenso das Volk (1 Sam 11,14-15). Aber irgendwann hatte es angefangen. Saul agierte aus eigener Kraft, machte sein eigenes Ding. Gott und dessen Diener Samuel wendeten sich schließlich ab (1 Sam 15,10.26.34-35).
Jetzt, Jahre später, kam es zum Kampf mit den Philistern. Gott blieb in seiner Gerechtigkeit nichts anderes übrig, als das Gericht am König zu vollstrecken.
Um Saul herum tobte ein erbitterter Kampf. Die Bogenschützen hatten ihn getroffen und schwer verwundet.
Die Bibel. (NeÜ)
So schwer, dass Saul wusste, dass er sterben würde. Um dem Spott der Feinde zu umgehen, beging er Selbstmord (1 Sam 31,4). Was für ein trauriges Ende. Der von Gott ausgewählte König beendet sein eigenes Leben.
Es geht nicht darum, ein perfektes Leben leben zu müssen, um am Ende bei Gott angenommen werden zu können. David, Sauls Nachfolger ist das beste Beispiel. Auch er machte viele Fehler, aber im Gegensatz zu Saul bereutet er seine Sünde und kehrte in Buße zu Gott zurück. Psalm 51, den er nach dem Ehebruch mit Batseba schrieb, ist das beste Beispiel dafür. Er war bei weitem nicht perfekt, aber er wollte Gott sein Leben lang dienen, und lebte aus dessen Vergebung.
Das gilt auch für jeden gläubigen Menschen. Gott erwartet keine Perfektion, aber er will, dass wir umkehren, unsere Sünden bekennen und aus seiner Vergebung und mit dem Blick auf ihn weiterleben. Finishing well. Es ist mein Wunsch, wie Paulus einmal sagen zu können: Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten (2 Tim 4,7).
