Die Ehrfurcht vor Gott ist in weiten Teilen unserer westlichen Gesellschaft nicht mehr vorhanden. Gott ist tot! Das Zitat von Friedrich Nietzsche drückt die Gottlosigkeit unserer Gesellschaft aus. Für viele Menschen passt das wissenschaftliche Denken nicht mit dem Glauben an Gott zusammen. Das war nicht immer so.
Die Philister sahen das Wirken Gottes in der Geschichte ihres eigenen Volkes (Ri 13-16) und anderer Völker. Sie wussten sehr genau, wie Gott in der Vergangenheit an den Ägyptern gehandelt hatte. Und das machte ihnen im Blick auf ihr eigenes Volk große Sorgen.
Weh uns! Wer wird uns vor solch einem mächtigen Gott retten? Das ist der Gott, der den Ägyptern in der Wüste einen Schlag nach dem anderen versetzt hat.
Die Bibel. (NeÜ)
Ägypten war damals das Aushängeschild, eine Großmacht voller imposanter Bauwerke, Erfindungen und Errungenschaften. Zu diesem Zeitpunkt (11. Jh. v. Chr.) war Ägypten schon lange als Hochkultur bekannt. Zwischen 4. bis 2. Jahrtausend v. Chr. gab es in ihrem Land bereits die Pyramiden, die Sphinx, die Hieroglyphen-Schrift, Papyrus, Tinte, ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem, den Sonnenkalender, Sonnenuhren, viele Errungenschaften in Medizin und Technik und vieles mehr. Wir würden heute von einem hochmodernen und fortschrittlichen Land sprechen.
Trotzdem war kein Kraut gegen die Macht Gottes gewachsen. Das wussten auch die Philister. Kein Wunder hatten sie große Angst, als die Bundeslade, das sichtbare Zeichen von Gottes Gegenwart, ins Heerlager Israels kam und das freudige Feiern der israelitischen Soldaten bis in Camp der Philister drang (1 Sam 4,5-7). Ihnen hatte der Gott Israels mehr als Respekt eingeflößt, der größer und mächtiger ist als die Größe und Macht Ägyptens. Dass die Philister trotzdem gegen Israel gewannen, hatte übrigens nichts mit vermeintlicher Schwäche Gottes zu tun (1 Sam 4,10), sondern mit der Gottlosigkeit Israels und seiner Leitung (1 Sam 2,12).
Heute haben viele Menschen und Nationen des Westens Gott aus ihrem Alltag verbannt, ihn weg und für unnötig erklärt. Das heißt aber nicht, dass es ihn nicht gäbe! Es bestätigt sich nur, was Gott schon vor 2000 Jahren sagte: Die Menschen tauschten die Wahrheit Gottes gegen die Lüge. Sie verehrten die Schöpfung und beteten sie statt des Schöpfers an (BB | Röm 1,25). Ist es nicht heute genauso?
