Manche Dinge kann man nicht rückgängig machen. Wenn sie einmal so sind, wird das in Zukunft immer so bleiben. Wenn der Fußballspieler beim Elfmeterschießen beim WM-Finale den entscheidenden Strafstoß an den Pfosten anstatt ins Tor hämmert, ist das Spiel verloren. Er wird in Zukunft mit dieser Szene leben müssen. Seine Fußballkarriere wird immer mit diesem Fehlschuss verbunden bleiben.
Bei Sara war es auch so. Sie war alt, sehr alt. Um genau zu sein, sie war 89 Jahre alt, als Gott ihrem Mann Abraham ankündigte, dass sie ein Jahr später zum ersten Mal Mutter werden würde (Gen 17,17). Um dieses Versprechen zu untermauern, schickt er kurze Zeit später einen Boten zu Abraham, um dasselbe nochmals anzukündigen (Gen 18,10). Die vielversprechenden Worte waren schön, aber die Realität sah anders aus.
Abraham und Sara waren damals schon alt, und Sara war lange über die Wechseljahre hinaus.
Die Bibel. (NeÜ)
Saras hohes Alter hatte zur Konsequenz, dass sie keine Kinder mehr bekommen konnte. Die Wechseljahre lagen schon lange zurück. Aus biologischer Sicht war die Ankündigung Gottes also absolut unrealistisch. Das wusste auch Sara, deshalb lachte sie (Gen 18,12). Abraham lachte übrigens schon bei der ersten Ankündigung (Gen 17,17). Auch er war mit 99 Jahren nicht mehr der Jüngste!
Ein Jahr später hielt das Ehepaar, das Unglaubliche in Händen: ein Neugeborenes namens Isaak. Der Name bedeutet Er lacht oder Gelächter. Das Ehepaar musste eingestehen, dass sie Gottes Worten mit ungläubigem Gelächter begegnet waren. Immerhin besaßen sie die Ehrlichkeit, das auch durch die Namensgebung auszudrücken und zu bekennen. Sie mussten und durften erkennen, dass Gott seine Versprechen hält, immer und zu 100 Prozent! Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? hatte es schon der Bote rhetorisch ausgedrückt (Gen 18,14).
Wie oft lachte ich über Gottes Zusagen und Versprechen, die mir unrealistisch erscheinen? Ausdruck meiner Kleingläubigkeit sind Sätze wie: Natürlich ist für Gott alles möglich, aber … Ich las mal: Sag mir, was nach dem ABER kommt, und ich sag dir, was du wirklich glaubst. Ertappt!
Für Gott ist nichts unmöglich. Diese Tatsache spricht uns die Bibel immer wieder zu (Jer 32,17.27; Sach 8,6; Mt 19,26; Mk 10,27; Lk 1,37; 18,27). Es mag uns unrealistisch erscheinen, aber es stimmt doch.
