Beim Durchblättern von Freizeitprospekten kann man viele großartige Angebote für die Urlaubszeit bestaunen. Ausdrucksstarke Bilder und ein inspirierender Text machen Lust darauf, sich anzumelden. Aber die Ausschreibung ist und bleibt nur ein Vorgeschmack, ein Appetizer auf Bevorstehendes. Es ist nicht die eigentliche Freizeit. Es ist nicht die Wirklichkeit.
Im Alten Testament beschreibt Gott dem Volk das Vorausliegende nicht mit ausdrucksstarken Fotos und inspirierenden Texten, sondern mit Vorschriften und Gesetzen. So sollten zum Beispiel die Beschneidung, Speisevorschriften, das Feiern bestimmter Feiertage und das Einhalten des Sabbats, dem Volk deutlich machen, dass er ein heiliger Gott ist, sie sein heiliges Volk sein sollten und er sie zur ewigen Ruhe bringen wollte. Aber diese Vorschriften sind nicht die Wirklichkeit.
Das sind ja nur Schatten auf Kommendes hin, was aber in Christus schon leibhaftige Wirklichkeit ist.
Die Bibel. (NeÜ)
Die Gesetze, die Gott im Alten Testament gab, waren nur ein Schatten, etwas Beispielhaftes, das auf etwas zukünftiges hindeuten sollte. Sie waren nicht das Eigentliche, sondern waren nur ein schemenhaftes Abbild der Person, die den Schatten werfen würde, nämlich Jesus. In ihm wurde klar, wer derjenige war, der den Schatten warf. Jesus wurde zur leibhaftigen Wirklichkeit. Die Schatten waren lediglich Hinweiszeichen auf ihn. Dasselbe galt für die Stifthütte und die Opfer (Hebr 8,5; 10,1). Die vorgeschriebenen Speisegebote, die einzuhaltenden Feiertage und das Halten des Sabbats (Kol 2,16) waren nur Hinweiszeichen auf Gott und Jesus, den kommenden Gottessohn.
So wirft auch mein Leben als Christ einen Schatten. Da Jesus in mir lebt und agiert ist auch der Schatten, den ich werfe, in Wirklichkeit Jesu Schatten. Wie ich mich verhalte, was ich sage und denke, wird von Jesus bestimmt. Der sichtbare Schatten meines Lebens wird so zum Hinweiszeichen auf denjenigen, der in Wirklichkeit den Schatten wirft. Dieser Schatten ist für andere sichtbar und soll auf Jesus hinweisen. Es geht dabei nicht um das Einhalten bestimmter Gesetze, sondern darum, dass Jesus mit seiner Art und seinem Wesen in mein Leben immer mehr zum Ausdruck und zur Auswirkung kommt.
Wenn ich heute Menschen begegne, müssten sie den Schatten von Jesus sehen. In diesem Bewusstsein will ich in den Tag gehen. Der Schatten, den mein Leben wirft, ist in Christus leibhaftige Wirklichkeit.
