Lass uns mal übers Geld reden! Für die jüngere Generation ist das weniger ein Problem. Da wird zum Beispiel offen über den Gender Pay Gap gesprochen und Gehaltsverhandlungen sind bei vielen selbstverständlich. Dagegen sind viele ältere noch mit der Einstellung aufgewachsen: Über Geld spricht man nicht, man hat es.

Die Bibel spricht viel über Geld, Besitz, Reichtum und den Umgang damit. Im Neuen Testament befasst sich im Schnitt jeder sechste Vers mit diesem Thema. Auch Paulus spricht es im Philipperbrief offen an, wobei er einen Aspekt des Spendens besonders heraushebt.

Nicht, dass ich es auf euer Geld abgesehen hätte; mir ist es viel wichtiger, dass euer Geben euch selbst beschenkt.

Die Bibel. (NeÜ)

Wenn man von Herzen andere finanziell beschenkt, beschenkt man sich selbst. Paulus hebt die Bereitschaft der Gemeinde in Philippi heraus. Sie haben sich seinen finanziellen Nöten großzügig angenommen (Phil 4,14). Sie haben so viel gegeben, dass er sogar von Überfluss redet. Er berichtet sogar anderen Gemeinden über ihre Großzügigkeit (Röm 15,26; 2 Kor 8,1-3; Philippi war eine Stadt in Mazedonien, s. Apg 16,12).

Ihm geht es aber gar nicht um ihre anhaltende Spendenbereitschaft und die finanzielle Unterstützung, die er für seinen Dienst oder für die hungernde Gemeinde in Jerusalem benötigt. Ihm geht es darum, dass ihr großzügiges und bereitwilliges Geben etwas mit ihnen selbst macht. Sie beschenken sich dadurch selbst.

Wenn man die Not, im Besonderen die anderer Christen, sieht, öffnet die Nächstenliebe den Geldbeutel. Das Geben ist kein Zwang, kein Muss eines Christen, sondern es ist eine Frage der Nächstenliebe. Wenn Jesu Liebe mich zum Helfen treibt, auch in finanzieller Art, macht mich das selbst glücklich. Kein Wunder gibt Paulus den Ephesern die Worte Jesu mit: Geben ist seliger als nehmen (Apg 20,35). Das passt so gar nicht in die Philosophie dieser Welt: Jedem das Seine und mir das meiste!

Hänge ich an meinem Geld? Schaue ich zuerst nach meinen Bedürfnissen, und wenn dann am Ende noch etwas übrigbleibt, bin ich bereit davon etwas abzugeben? Wenn ich von der Liebe Jesu bestimmt werde, ist die Reihenfolge gerade umgekehrt. Zuerst kommt Gott, dann der andere und dann ich. Und diese Haltung macht wiederum glücklich. Probiere es heute aus!