Vor 25 Jahren entdeckte man auf einem Dachboden in den USA ein vollkommen verdrecktes Gemälde. Jemand hatte es dort mit anderem Gerümpel achtlos abgestellt. Keiner hat es offensichtlich vermisst. Nach einer langen Restauration wurde das Bild des niederländischen Malers Frans Post im Jahr 2025 durch das Auktionshaus Sotheby’s für sechs Millionen versteigert.
Jesus wurde auch achtlos verworfen. Er hat dies sogar mehrmals angekündigt.
Dann begann er ihnen klarzumachen, dass der Menschensohn vieles erleiden und von den Ratsältesten, den Hohen Priestern und Gesetzeslehrern verworfen werden müsse, er müsse getötet werden und am dritten Tag auferstehen.
Die Bibel. (NeÜ)
Verwerfen kann mit für unbrauchbar erklären übersetzt werden. In den Augen vieler damaliger Menschen war Jesus für unbrauchbar erklärt worden. An vorderster Front waren die religiösen Anführer des jüdischen Glaubens dabei. Sie hatten sich ihren Messias anders vorgestellt. Er sollte in göttlicher Kraft und Macht erscheinen, die Römer vertreiben und ein ewiges Friedensreich in Israel aufbauen.
Auch wenn Jesus behauptete, dieser von Gott gesandte Messias zu sein, und obwohl er viele Wunder tat und vollmächtig predigte, passte dieser Jesus nicht in ihr Bild. Ein Zimmermannssohn, anscheinend in einem Viehstall in einem kleinen Ort namens Betlehem geboren, aufgewachsen in Nazaret (Joh 1,46!) und ein umherziehender Prediger, der keinen Schlafplatz, geschweige denn einen Palast besitzt – das passt doch nicht zu einem Messias. Nein, ihr Urteil stand fest: Dieser Jesus war nichts weiter als ein Gotteslästerer (Mk 2,6-7), den man dafür mit dem Tod bestrafen müsste (Mt 27,1). Er wurde verworfen, für unbrauchbar erklärt!
Jesus hatte seinen Jüngern mehrmals angekündigt, dass ihn die Juden töten würden (hier in Mk 8,31; ebenfalls in Mk 9,31 und Mk 10,34). Er sagte es auch direkt zu seinen Verfolgern: Habt ihr denn nicht dieses Schriftwort gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden (Mk 12,10).
Viele Menschen verwerfen Jesus. Er spielt bei ihnen keine Rolle. Er ist für ihr Leben für unbrauchbar erklärt worden. Alles andere scheint wichtiger zu sein. Aber er ist der, der Sünde vergeben, echten Frieden und Freude, ein ewiges Leben und Gemeinschaft mit Gott schenken kann. Also machen wir nicht denselben Fehler! Jesus ist der Schatz, der auf dem Dachboden unseres Lebens entdeckt und entstaubt werden will.
