Was darf ich als Christ und was nicht? Falsche Frage! Es geht nicht darum, Jesus etwas beweisen oder erbringen zu müssen. Er hat in seiner Liebe bereits alles für mich getan (Röm 5,8). Er ermöglicht mir eine ewige Beziehung mit Gott, ich kann mir das nicht durch mein Verhalten verdienen. Es ist und bleibt ein Geschenk (Röm 6,23).
Jetzt, wo ich wieder eine lebendige Beziehung zu ihm habe, liegt mir daran, so zu leben, wie ihm das gefällt. Das ist in einer Liebesbeziehung doch das Natürlichste der Welt! Dabei hilft mir sein Heiliger Geist. Mehr noch: Er ermöglicht es mir überhaupt erst, so zu leben, dass es Gott Freude macht. Gott will meine Liebe, nicht meine Leistung.
Die frommen Leute damals, lebten es genau andersherum. Sie dachten, dass sie Gott durch das genaue Einhalten des Gesetzes, beeindrucken konnten. Sie wollten sich die Gottesbeziehung erarbeiten.
Eines Tages regten sie sich darüber auf, dass die hungrigen Jünger am Sabbat auf einem Feld ein paar Getreidekörner aßen. Jesus entgegnete ihnen, dass selbst der hungrige David und seine Begleiter geweihte Brote aßen, die eigentlich nur die Priester essen durften. Er brach eindeutig das Gesetz, aber die Nahrung stillte seine eigene und die Not seiner Begleiter.
Und Jesus fügte hinzu: Der Sabbat ist für den Menschen gemacht und nicht der Mensch für den Sabbat.
Die Bibel. (NeÜ)
Jesus hat diesen Satz ergänzt, um den frommen Juden klarzumachen, dass Gott das Gesetz den Menschen zur Hilfe und nicht zur Qual gegeben hatte. Das menschliche Leben ist ihm wichtiger als die pure Einhaltung des Gesetzes. Das Gesetz sollte Leben ermöglichen, nicht kaputt machen. Dabei schafft Jesus das Gesetz nicht ab, sondern erklärt es, wie es aus Gottes Sicht gemeint war (Mk 2,28). Das Gesetz ist für den Menschen gemacht, und nicht andersherum.
Weil Gott den Menschen liebt, gibt er Leitlinien, um erfülltes Leben zu ermöglichen. In jeder Familie gibt es Regeln, um ein harmonisches und gutes Zusammenleben zu ermöglichen. Und doch geht es nicht um die Regeln, sondern um die Beziehungen von Menschen!
Gott hat mich in seiner Liebe errettet. Jetzt will ich so leben, wie es ihm gefällt. Ich will seine Gebote halten. Sie ehren ihn und tun mir gleichzeitig gut.
