Immer wieder hört man von Menschen, die von der Bildfläche verschwinden. Jan Marsalek, ehemaliger COO von Wirecard, verschwand 2020, weil er tief in den Milliardenbetrug von Wirecard verwickelt war.
Jesus musste auch kurzfristig von der Bildfläche verschwinden. Er hatte nichts falsch gemacht, aber die Juden wollten ihn töten.
Jesus brach von dort auf und ging in die Gegend von Tyrus. Er zog sich in ein Haus zurück, weil er nicht wollte, dass jemand von seiner Anwesenheit erfuhr. Doch es ließ sich nicht verbergen, dass er da war.
Die Bibel. (NeÜ)
Er ging ins jüdische Ausland in die Stadt Tyrus, die direkt am Mittelmeer, ein paar Kilometer von der nördlichen Landesgrenze entfernt, lag. Tyrus war ursprünglich Teil des jüdischen Landes, es gehörte zum Stamm Asser (Jos 19,24.29), jetzt war es aus jüdischer Sicht heidnisches Land.
Jesus wohnte dort mit seinen Jüngern (Mt 15,27). Wahrscheinlich konnte er bei einer Person Unterschlupf finden, die ihm zuvor in Israel begegnet war (Mk 3,8). Er wollte unerkannt bleiben, das gelang aber nicht. Es hatte sich weit über die Grenzen Israels herumgesprochen, was dieser Jesus tat und lehrte.
Dort, wo Jesus auftaucht, kann dies nicht verborgen bleiben. In diesem Fall kam eine Griechin zu ihm, die ihn bat, einen bösen Geist, der in ihrer Tochter lebte, auszutreiben (Mk 7,26). Auch wenn er zunächst der Messias der Juden ist und dies auch deutlich macht (Mk 7,27), hatte er doch die ganze Menschheit, also auch die Heiden, im Blick (Mk 14,9). Sie waren ihm nicht egal. Aufgrund des Glaubens der Frau, heilte er ihre Tochter (Mk 7,29).
Markus, der Autor dieses Evangeliums, erlebte die Mission der Heiden ganz nah. Er war auf der ersten Missionsreise des Paulus dabei, auch wenn er vorzeitig abreiste (Apg 13,13; 15,37-38). Er hatte erlebt, wie Menschen außerhalb Israels zum Glauben an Jesus fanden.
Egal wo, Jesu Anwesenheit kann nicht verborgen bleiben. Und dort, wo Jesus nicht nur anwesend, sondern einkehrt, da finden echte Heilung und Veränderung statt. Jesus ist schließlich für die ganze Welt gestorben, und jeder, der an ihn glaubt, hat das ewige Leben (Joh 3,16).
Danke, Gott, dass Jesus in meinem Leben aufgetaucht und eingekehrt ist. Das hat mich neu gemacht.
