Ich arbeitet viel allein. Keiner schaut mir über die Schulter und kontrolliert, ob, wieviel und was ich arbeite. Niemand würde es bemerken, wenn ich jetzt auf dem Sofa liegen und schlafen würde. Aber Jesus schaut zu. Das ist keine Drohung, sondern eine Ehre. Er hat mir mein Leben, die Gesundheit, die Zeit und Fähigkeit geschenkt, das zu tun, was ihn ehrt. Für uns Christen gilt:

Bei allem, was ihr tut, arbeitet von Herzen, als würdet ihr direkt dem Herrn dienen und nicht den Menschen!

Die Bibel. (NeÜ)

Es lohnt sich, die Verse davor und danach anzuschauen. Es werden Frauen, Männer, Kinder, Väter, Sklaven und Herren erwähnt (Kol 3,20-22; 4,1). Es geht, um die engsten Beziehungen, in denen ein Mensch leben kann. Es wird die Familie genannt, die Beziehungen zueinander von Ehemännern, Ehefrauen und ihren Kindern.

Es geht aber auch um die engste Beziehung im Arbeitsalltag. Es wird das Arbeitsverhältnis des Leibeigenen zu seinem Herrn erwähnt. Dieses Arbeitsverhältnis war weit mehr als das eines heutigen Arbeitnehmers zu seinem Arbeitgeber. Ein Sklave kannte weder einen Acht-Stunden-Tag, Überstundenausgleich, Urlaubsrecht, Arbeitsschutz oder sonstige Privilegien eines heutigen Arbeitnehmers. Ein Leibeigener galt damals als Besitz seines Herrn. Man kann sich vorstellen, dass diese Macht oft auch missbraucht wurde. Deshalb galt für einen gläubigen Herrn: Ihr Herren, behandelt eure Sklaven fair und gerecht. Denkt daran, dass auch ihr einen Herrn im Himmel habt! (Kol 4,1).

In allen unseren menschlichen Beziehungen sollen wir so leben, dass es Jesus ehrt. Die Arbeit, die wir für unseren Arbeitgeber leisten und für die wir einen Gehalt bekommen, soll Jesus ehren. Das bedeutet, dass ich meine Arbeit gut, gewissenhaft, fleißig, zuverlässig und treu mache, auch wenn ich gerade alleine bin. Wie ich mit meinem Ehepartner oder meinen Eltern umgehe, soll Jesus ehren. Das betrifft nicht nur mein äußeres Handeln, sondern auch meine innersten Gedanken. Gott sieht auch diese (Ps 139,2).

In allem, was ich tue, diene ich dem Herrn. Ich bin sein Leibeigener und damit ganz abhängig von ihm. So lasse ich mich bei allem Tun und in allen Begegnungen ganz von ihm leiten. Auch wenn ich anderen in Familie, Beruf und Gesellschaft diene, so diene ich direkt dem Herrn. Was für eine Ehre!