Welche Hoffnung habe ich? Die Hoffnung, dass es morgen schönes Wetter wird? Die Hoffnung, dass ich gesund bleibe? Oder sogar die Hoffnung auf Frieden in der Welt? Manche Hoffnungen werden erfüllt, viele aber auch nicht. Wir alle brauchen Hoffnung, sonst ist unser Leben nicht wirklich lebenswert. Wer ist schon gerne mit Leuten zusammen, die nur von Hoffnungslosigkeit geprägt sind?

Wir machen uns viele Hoffnungen, doch ob sie eintreten oder nicht, ist nicht gewiss. Ganz anders die Hoffnung, die Gott uns gibt.

Und nun stehe ich hier und werde angeklagt wegen der Hoffnung auf die Verheißung, die unsern Vätern von Gott gegeben ist.

Die Bibel. (NeÜ)

Von was redet Paulus, wenn er von Hoffnung auf die Verheißung spricht? Ein Blick zurück macht klar, dass Gott schon Abraham eine Verheißung gegeben hatte (Gen 12,2-3; 13,15-17; 22,15-18) und diese dann Isaak (Gen 26,3-5.24) und Jakob (Gen 28,12-15) bestätigt hat. Sein Plan ist, dass er die ganze Erde mit seiner Herrlichkeit füllen wird (Num 14,21). Er hat seine Verheißung schon teilweise erfüllt: Israel wurde zur großen Nation unter Salomo, und der Messias kam als ein Segen für die ganze Welt. So macht Jesus auch heute noch Beziehung zu Gott möglich. So ist Gottes Herrlichkeit im Gläubigen schon gegenwärtig. Weltweit breitet sich diese Gute Nachricht (das heißt Evangelium übersetzt) aus und immer mehr Menschen finden zum Glauben an Jesus.

Die letzte Erfüllung dieser Verheißung, nämlich das Gott die ganze Erde mit seiner Herrlichkeit füllen wird, steht noch aus. Aber ein Blick zurück genügt. Gott hat bisher alle seine Versprechen wahr gemacht. Gott hält was er verspricht. Er tut immer was er zuvor geredet und versprochen hat. So dürfen wir gewiss sein, dass dieses zukünftige Versprechen, auch eintreten wird.

So wird Hoffnung zur Gewissheit. Was in Hebräer 11,1 steht, ist wahr: Der Glaube ist ein Festhalten an dem, worauf man hofft – ein Überzeugtsein von Dingen, die nicht sichtbar sind (BasisBibel). Als Christen sind wir gewiss, dass eines Tages Gott die ganze Erde mit seiner Herrlichkeit füllen wird. Er wird bei uns wohnen, es wird kein Leid mehr sein und er wird tatsächlich alles neu machen (Offb 21,3-5). Das ist keine Utopie, sondern Gewissheit auf die Verheißung.