Interessante Aussagen entstehen, wenn jemand zu viel Alkohol konsumiert hat. Manche fangen an, plötzlich offener über sich und ihre Situation zu reden. Viele aber reden – wenn man sie überhaupt versteht – nur wirres Zeugs heraus. Auch wenn die Tatsache, dass jemand die Kontrolle über sich selbst verloren hat, traurig ist, muss man trotzdem gelegentlich schmunzeln.
Es war das Pfingstfest, wahrscheinlich im Jahr 30. Viele Juden aus der ganzen damaligen Welt waren als Pilger in Jerusalem unterwegs, um das Pfingst- oder Wochenfest zu feiern (Ex 34,22; Lev 23,16). Es waren zwar Juden, doch kamen sie aus unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichen Sprachen. Plötzlich geschieht etwas Wunderbares und Einmaliges mit den elf Jüngern.
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und fingen auf einmal an, in fremden Sprachen zu reden, so wie es ihnen der Geist eingab.
Apostelgeschichte 2,4 | Die Bibel. (NeÜ)
aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.
Die Bibel. (LU84)
Die Jünger redeten von Jesus, und zwar predigten sie in Fremdsprachen, die sie nie gelernt hatten. Ihr Reden konnten alle Anwesenden verstehen, egal, ob sie in Ägypten, Libyen, Italien oder in einem anderen Land aufgewachsen waren (Apg 2,8-11). So etwas hätte ich mir in der elften Klasse gewünscht, als ich in Französisch knapp an einer Fünf vorbeigeschrammt bin! Die Jünger waren alle im heutigen Israel aufgewachsen und hatten ganz sicher nicht diese Fremdsprachen in der Schule. Ein echtes Wunder.
Aber warum ist dieses Ereignis so wichtig? Das damalige Pfingstfest wird als der Anfang der Gemeinde Jesu angesehen. Durch Jesus war das Werk der Errettung am Kreuz mit der anschließenden Auferstehung vollbracht (Joh 19,30). Jetzt musste diese gute Nachricht unter die Leute! Jesus selbst, der vierzig Tage vor Pfingsten zu seinem Vater in den Himmel aufgefahren war (Apg 1,8-9), hatte es ihnen aufgetragen (Mt 28,19-20). Gut drei Jahrzehnte später war das Evangelium schon im Zentrum der damaligen Welt, in Rom, angekommen.
Wir als einzelne Christen und als Gemeinde Jesu sind dazu aufgerufen, die Errettung, die Jesus vollbracht hat, auch unter den Menschen in der ganzen Welt auszubreiten. Bis heute sind wir mit diesem Auftrag beschäftigt. So ist, zum Beispiel, die Bibel ganz oder in Teilen in 4560 Sprachen übersetzt, aber es fehlen immer noch 3500 weitere Übersetzungen. Es gibt also noch eine Menge zu tun.
